Limikolenzug:

Am Samstag war ich endlich mal wieder im Rheindelta, wo zum ersten Mal fast ideale Bedingungen für rastende Limikolen herrschten. Angefangen hat es mit einigen Steinwälzern, auch wenn das Licht mir normalerweise schon zu hart gewesen wäre hab ich ein paar Fotos gemacht. Zwischendurch konnten wir noch eine Raubmöwe (vermutlich eine Schmarotzerraubmöwe) beobachten, deren Rast am Bodensee erst seit einigen Jahren bekannt ist. Mittags konnten wir uns noch komplett ohne Tarnung an einen Sichelstrandläufer und ein paar Alpenstrandläufer heranpirschen, bis formatfüllende Aufnahmen möglich waren. Nebenbei hörten wir drei Austernfischer herumfliegen, die sich aber leider nicht fotografieren lassen wollten. Gegen Abend sind wir noch ein bisschen an einer kleinen Schlammfläche angesessen, an der zwischendurch immer wieder Alpenstrandläufer, Sichelstrandläufer, Flussuferläufer, Flussregenpfeifer und ein Temminckstrandläufer nach Nahrung suchten. Alles in allem ein gelungener Tag, an dem wir insgesamt 15 verschiedene Limikolenarten beobachten konnten, darunter auch seltenere Arten wie Sichelstrandläufer, Austernfischer und Knutt. Auch andere Seltenheiten wie die Raubmöwe und 6 Raubseeschwalben konnten wir beobachten.

 

 

Last saturday I finally got back to the Rheindelta, where the conditions were nearly perfect for migrating waders. During the day we had the chance to watch 15 species of charadriformes and also rarities like caspian terns and a jaeger (most likely a parasitic jaeger). It's incredible how you can come within close range of (especially) young waders without scaring them away.

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Warum ich "schlechtes" Wetter mag:

Dieses Wochenende war meine Zeit leider sehr begrenzt, am Samstag musste ich auf einer Hochzeit singen, heute ein Exposé für meine Seminararbeit schreiben und zusätzlich noch die letzte Begehung für eine Revierkartierung machen. Deswegen habe ich die kurze Zeit am Nachmittag genutzt für einen kleinen Spaziergang mit Kamera im Park. Das drohende Gewitter sorgte für wenig Leute im Park und spannendes (teilweise auch miserables) Licht, sodass ich auch ein paar Fotos machen konnte. Besonders gefreut habe ich mich auch, dass ich relativ viele Rotkehlchen (sogar mit Jungen) sehen konnte und auch ein paar Fotos machen konnte.

Insgesamt sind Parks lohnende Fotogebiete, deswegen zeige ich noch ein paar Fotos aus München aus dem Nymphenburgpark.

 

Unfortunately my time was really limited this weekend, on saturday I had to sing on a marriage, today I had to do a lot for school and also had to map breeding birds for the last time this year. For this reason I used the little time left this afternoon to go for a walk in a local park with my camera. There were only a few people there because of a thunderstorm which caused interesting (but mostly really challenging) light. I was really happy about many robins (also with fledglings) and could manage to take some photos of them.

After all parks are nice areas for photographing, so I'll also show you some photos from Munich.

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Auf der Jagd nach dem Sumpfrohrsänger

Am Samstag war ich mit dem Naturwissenschaftlichen Verein Schwaben e.V. auf einer Exkursion der Arbeitsgemeinschaften Ornithologie und Naturfotografie, das Wetter war größtenteils ideal, sodass es auch für ein paar Fotos gereicht hat.

Ich habe auch mal wieder bemerkt, dass es sich durchaus lohnt, vor dem Fotografieren sein Motiv ein bisschen zu beobachten. So konnte ich relativ schnell die Reviergrenze der Sumpfrohrsänger feststellen, an der auch noch hin und wieder eine Dorngrasmücke sang. Dort hab ich mich dann für ca. eine halbe Stunde hingestellt und konnte immer wieder Sumpfrohrsänger in unmittelbarer Nähe sehen (ca. 3m, allerdings mitten in der Vegetation) und auch in akzeptabler Entfernung fotografieren.

Außerdem sind bei der Exkursion noch ganz gute Fotos von Wacholderdrossel und Kiebitz entstanden, und wir konnten auch zwei Zwergdommeln beobachten.

 

Last saturday I was on a trip with a local conservation organisation. We had mostly nice weather so I was able to take some nice photos.

What I also learned again was how important it is to observe your subject before photographing it. Because of good observation I had the chance to spot a good point where a few marsh warblers sang. I stood there for around half an hour and saw them regularly at around 3 metres distance but deep in the vegetation. But sometimes they sat exponated like in the photo and I could take som pictures. On this trip I also had the chance to photograph a lapwing and a fieldfare and we could also spot two little bitterns.

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Warum sich praktischer Naturschutz lohnt

Meine Motivation zur Fotografie kam ursprünlich und kommt immer noch aus der Natur, deswegen bin ich auch sehr aktiv, diese in meiner Gegend zu bewahren, da sie sowieso schon sehr eingeschränkt in der Agrarsteppe Platz hat.

Ein wichtiger Bestandteil sind natürlich Landschaftspflegeeinsätze, bei denen zum Besipiel die Trockenrasen am Lech durch eine jährliche Mahd erhalten werden oder durch Mahd den jungen Laubfröschen eine Fläche zum Sonnen geschaffen wird. Dabei entstehen natürlich auch immer wieder Fotos, allerdings eher selten, da natürlich zur Zeit der Einsätze möglichst wenig Aktivität der Zielarten vorhanden ist. Daher sind die Fotos zwar erst durch Pflege möglich, sie stehen aber nicht im eigentlichen Zusammenhang mit dem Naturschutz.

Beim Kartieren stehen zwar die Fotos im direkten Zusammenhang mit der Naturschutzmaßnahme, allerdings ist das letztendliche Ergebnis oft nicht direkt sichtbar. Dafür findet man oft mehr mögliche Motive, gerade für die Zukunft, da man (zumindest die Zielarten) die Beobachtungen genau notiert und später gut darauf zugreifen kann. Außerdem ist man oft während dem besten Licht unterwegs, sodass man so schon einige Möglichkeiten für schöne Stimmungen hat. Und auch wenn man nicht die Zeit wie bei einem gezielten Fototrip hat um zu fotografieren, kann man doch immer wieder mal für ein paar Minuten sich einem schönen Motiv widmen.

 

Most of my motivation in photography comes from nature, so I try to protect it as good as possible because there's already not much space in our environment.

An important part of it is saving certain spaces with special conditions like the dams of the Lech or lakes where we have a good population of tree frogs. When doing this its not usual to take nice pics because when doing this there is less activity of the target species. So photos can only be taken due to the work done, but they don't really relate to this kind of conservation.

When I'm mapping the photos really relate to the time spent with conservation, but I also don't have as much time when the light is nice because then I have to spent most of my time to map allspecies there. Mostly I'm out in nice light and sometimes I also get the chance to pick some nice photos.

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Meine Lieblingszeit

Seit Jahren ist meine Lieblingszeit die blaue Stunde, viele Tiere sind dann aktiv und das Licht ist einfach einmalig.

Zur Zeit bin ich vor Allem abends während dieser Zeit unterwegs, und hatte auch das Glück, am Mittwoch einen sehr kooperativen Biber zu treffen.

Den Tipp gab mir ein netter Mann, den ich beim Fotografieren getroffen habe und mit dem ich mich ein bisschen unterhalten habe. Er hat mir erzählt, dass ein Biber immer abends auf einem Baumstamm sitzt und sich putzt. Dabei zeigt er üblicherweise sehr wenig Scheu.

Den Tipp habe ich gleich noch genutzt udn habe mich ans Ufer gesetzt. Der Biber kam leider erst als es schon sehr spät war, dafür war er so kooperativ, dass ich mit 50mm am Crop fotografieren konnte.

 

My favorite time of day is for years now the blue hour, many animals are active and I love this light.

During the last few weeks I'm mostly photographing in the evening, so I had the chance to photograph a beaver this wednesday.

I got a tip from a nice man I met when I was photographing, and he told me that there's a beaver doing his evening toilet on the same log every evening. He isn't that shy this time, so it would be a nice opportunity.

I thought that it would be worth it, so I sat down on the dam. Unfortunately the beaver appeared when it was almost dark, but he wasn't shy at all so I had the chance to photograph it with 50mm on a crop body.

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Ein Traum wird wahr...

Eigentlich wurden sogar mehrere Träume wahr, und das schon am Jahresanfang.

Ich konnte endlich meine erste Seeadlerbeobachtung in Deutschland machen, und es sind sogar ein paar Fotos entstanden. Außerdem konnte ich eine meiner anderen Wunscharten, die Sumpfohreule endlich einigermaßen ansprechend fotografieren.

Die Sumpfohreule ist hier nur sehr selten anzutreffen, sie brütet überwiegend in nördlicheren Moorgebieten und ausgedehnten Wiesenlandschaften. Bei uns im Süden kommt sie nur als vereinzelter Wintergast oder noch seltener als Übersommerer vor. Zudem ist sie dann auch noch sehr schwer zu finden, und recht schwer zu fotografieren, da die Distanzen oft recht groß sind. Das Licht hätte zwar noch besser sein können, aber für's erste bin ich ganz zufrieden mit den Ergebnissen.

Internationales Naturfoto-Festival Lünen 2015:

Das Festival ist zwar inzwischen schon wieder etwas her, aber bis jetzt bin ich noch nicht wirklich dazu gekommen, etwas zu schreiben.

Die Fahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt, es war schön, so viele andere Fotografen zu treffen und auch interessante Gespräche mit ihnen zu führen.

Die Jugendgruppe hatte dort eine Ausstellung, in der jeder Fotograf 3 Bilder präsentieren konnte, welche von Saal-Digital und AC-Foto gesponsert wurden. Das Feedback darauf war sehr positiv!

Die Vorträge am Samstag waren allesamt sehr gut, besonders gut fand ich den Vortrag von Bruno d'Amici über die Wölfe in den Abruzzen. Die Vorträge am Samstag habe ich leider verpasst, besonders schade fand ich das wegen dem Vortrag von den beiden Jugendgruppenmitgliedern von Impressionenjäger über ihre Forschungsarbeit auf den Falklandinseln.

Außerdem habe ich mir ein neues Teleobjektiv (Canon EF300mm f4 L IS) und einen passenden 1.4x III-Telekonverter zugelegt, ich hoffe auf viele schöne Bilder damit.

Zusätzlich freue ich mich, dass ich mit meinem Bild "Begegnung mit einem Alien" den 2. Platz der Kategorie Jugend 15-17 beim "GdT Europäischer Naturfotograf des Jahres 2015" belegen konnte.

Neues Logo:

Seit kurzem hab ich mich dazu entschlossen ein neues Logo zu entwerfen. Der Feldsperling hat mir zwar sehr gut gefallen, allerdings war er recht kompliziert und man konnte die Farben auch nicht so einfach umkehren. Deswegen habe ich mich jetzt für eine Gämse entschieden, un um sie nicht so massiv erscheinen zu lassen, habe ich nur einen Teil des Umrisses gewählt.

In meinen Galerien sind die meisten Bilder schon ausgetauscht, die restlichen kommen erst dieses Wochenende dran.

Alpine Leidenschaft:

In meiner frühen Kindheit war ich mit meiner Familie sehr oft in den Alpen unterwegs, was in den letzten Jahren aber leider seltener vorkam. Deswegen genieße ich jeden einzelnen Aufenthalt in den Bergen, und versuche meine Eindrücke möglichst gut fotografisch festzuhalten.

Bei meiner letzten Bergtour am vergangenen Wochenende hab' ich zum ersten Mal fast die komplette Fotoausrüstung mitgenommen, zum Einen um möglichst flexibel fotografieren zu können, zum Anderen auch um meine körperlichen Grenzen zu testen, was mit insgesamt 21.6kg ganz gut möglich war. Das hohe Gewicht kam auch mit dadurch zustande, dass ich draußen übernachten wollte, und musste daher Schlafsack und Isomatte zusätzlich zu Proviant und Wechselklamotten mitnehmen.

Wir hatten an diesem Wochenende Vollmond, was besonders tolle Stimmungen nachts erzeugt hat, und auch ein sehr schönes Erlebnis war.

Mein Hauptziel waren eigentlich Gämsen, allerdings konnte ich bei den dieses Jahr sehr zutraulichen Murmeltieren und wenig scheuen Alpenbraunellen auf dem Gipfel auch nicht widerstehen. Auch landschaftlich hat sich der Ausflug gelohnt, und natürlich musste ich auch wieder versuchen, die Wappenpflanze des DAVs fotografisch festzuhalten. Gerade habe ich die ersten Bilder gesichtet, darunter die Bilder der Gämsen und der Alpenbraunellen. Zusätzlich gibt's vorerst noch ein Foto von einem Edelweiß bei Mondschein.


Nachtrag: Neue Bilder dazugekommen!!

Laubfrösche 2015:

Dieses Jahr bin ich endlich dazu gekommen, die Laubfrosch-"Hüpferlinge" zu fotografieren, und wenn das Wetter nicht weiter so extrem bleibt, werde ich die kleinen Laubfrösche noch weiter in ihrem Leben zu begleiten. Einer von ihnen war sogar so zutraulich, dass er mir beim Fotografieren auf den Finger sprang und von dort nicht mehr runter wollte.

Mornellregenpfeifer

Am Samstag hat sich mir ein langer Traum erfüllt, ich konnte endlich Mornellregenofeifer beobachten und sogar fotografieren. Und das alles sogar abseits der bekannten Plätze, ca. 3km von meinem Wohnort entfernt. Die Steigerung davon war noch, dass es während dem Frühjahrszug war, der normalerweise innerhalb weniger Tage ohne nennenswerte Beobachtungen abläuft. Leider sind die Fotos nicht ganz so gut geworden. Katrin Habenicht hat noch deutlich bessere Fotos gemacht, zwar am Tag danach, die sind beim Naturwissenschaftlichen Verein zu sehen.

Canon Eos700D│Sigma 120-400mm│f/7.1│1/125s│ISO800

Die Kiesgrube als Fotorevier

Hier in der Gegend gibt es recht viele Sekundärbiotope, und auch dadurch, dass wenig ursprüngliche und viel intensivierte Natur hier vorhanden ist, bin ich inzwischen dazu übergegangen, viel in diesen Sekundärbiotopen zu fotografieren. Ich finde es faszinierend, wie gut sich viele Tiere und Pflanzen an solche Gegebenheiten anpassen können, und auch, wie groß dadurch dann die Artenvielfalt auf kleinem Raum werden kann. Sekundärbiotope sind aber nicht nur Kiesgruben, auch Staustufen zählen für mich dazu, weil an den Dämmen oft magerrasenähnliche Lebensräume entstehen, und gleich daneben tiefe Seen, was in der ursprünglichen Form der Flüsse so nicht vorhanden war. Auch die immer weiter zunehmende Stadtnatur (vor Allem in Großstädten) zählt für mich dazu, wenn zum Beispiel immer mehr Füchse und Dachse in den Städten leben, und die Populationen in der Stadt größer sind, als im vermeintlich natürlichen Umfeld. Von diesen Beispielen kann ich leider keine Fotos zeigen, also beschränke ich mich auf die Dämme von Lech und Wertach (selten auch Donau und Rhein) und die unzähligen Kies- und Sandgruben, die zum Teil auch als Badeseen genutzt werden, was viele Tiere erstaunlich gut verkraften.

Wald-Sauerklee

Lange wollte ich diese Art schon fotografieren, und dieses Jahr habe ich endlich einen Standort mit fast idealen Bedingungen gefunden. Er ist schnell zu erreichen, man muss sich nicht ewig durch's Dickicht kämpfen, und er bietet am Abend wunderschönes Licht.

Wollschweber:

Seit einigen Tagen sind sie wieder vermehrt unterwegs, die Temperaturen sind wieder hoch genug. Aktiv sind sie gar nicht so keicht zu erwischen, aber wenn man einen Schlafenden findet, hat man genügend Zeit für viele Fotos.

Faszination Küchenschelle

Bei uns sind sie leider noch nicht soweit, aber am Mittwoch konnte ich im Altmühltal endlich meine ersten Fotos von wilden Küchenschellen machen.

Frühblüher 2015

Die letzten Wochen waren ideal für viele Frühblüher, sodass man neben Leberblümchen auch Buschwindröschen, Lungenkraut, Schlüsselblumen und die ersten Veilchen finden konnte. Wann immer ich Zeit finden konnte, war ich irgendwo draußen unterwegs, um den Frühling festzuhalten. Ich möchte euch hier jetzt meine Lieblingsbilder zeigen, die alle in der letzten Zeit entstanden sind.

Der Frühling ist da!

Nach einem Winter, der mal wieder etwas Schnee bot, ist nun doch auch endlich der Frühling gekommen. Die ersten Frühblüher sind zu finden, und die Vögel singen wieder. Am Wochenende habe ich das gute Wetter für eine Tour am Lech genutzt. Die Stimmung war wunderschön, und auch fotografisch hatte ich Erfolg bei den ersten Leberblümchen. Der Standort ist zwar nicht für die klassischen Gruppenfotos geeignet, dafür umso besser für Einzelportraits.

Herbst im Frühling:

Am Dienstag war das Wetter schon sehr frühlingshaft, weswegen ich mal im Wald nach den Frhblühern gesehen habe. Da waren leider noch nicht so viele zu sehen, nur ein paar Märzenbecher blüten schon. Dafür habe ich dieses, doch etwas herbstlich wirkende Motiv gefunden. Der Erlenzapfen lag auf einem Moospolster auf einem umgestürzten Baum, und machte so die Aufnahme etwas schwierig. Im linken Bildteil habe ich einen störenden Grashalm entfernt.

Mal wieder was "neues" von den Eisvögeln:

Nachdem es heute leider nicht mit winterlichen Eisvogelfotos geklappt hat, habe ich aus meiner Festplatte dieses wunderschöne Männchen im Schneetreiben ausgegraben. Aufgenommen wurde es am 30.12.2014 an der Feldgieß.

Winter 2014/15:

Nachdem wir jetzt doch noch ein paar Tage Winter bekommen haben, möchte ich diese Chance nutzen und ein paar Bilder zeigen.

Abstrakter Herbst:

Diesen Herbst habe ich mir vorgenommen, meine Umwelt etwas abstrakter wahrzunehmen, und habe dafür viel mit Unschärfe, Verwischen und unnatürlichen Abbildungsmaßstäben gearbeitet. Das Projekt möchte ich noch weiterführen, aber jetzt schon einmal die ersten Ergebnisse.

Eisvögel um Schwabmünchen:

Ich möchte dieses und nächstes Jahr die Eisvogelbestände rund um Schwabmünchen dokumentieren, und versuche möglichst viele gute Bilder zu machen. Dieses Bild zeigt ein diesjähriges Männchen auf einem eher untypischen Ansitz.

Umdenken in der Forstwirtschaft

Gestern war ich in den Stauden auf der Suche nach Pilzen. Leider waren die nicht ganz so üppig wie erhofft vorhanden, dafür konnte ich ein Umdenken erkennen. Ursprünglich wurden die Wälder rund um Schwabegg intensiv forstwirtschaftlich genutzt, aber dieses Jahr lagen in vielen Waldteilen schon ältere und bemooste umgestürtzte Bäume, was darauf hindeuten könnte, dass das Forstamt auf eine extensivere Nutzung umstellen könnte.

 

Heute war ich auf einer Exkursion mit dem Naturwissenschaftlichen Verein Schwaben eV. (AG Ornithologie) auf dem Bodensee auf der Suche nach Raubmöwen. Trotz geringer Wahrscheinlichkeit auf Erfolg fuhren wir mit 2 Motorbooten aus, um nach langer Suche 2 Falkenraubmöwen im Jugendkleid zu finden. Morgen gibt's noch ein paar mehr Bilder, wenn ich mit Sichten und Bearbeiten fertig bin.

Laubfrosch
Laubfrosch

Die aktuelle Dauerbewölkung ist ideal für Makrofotos, weil sie wie eine riesige Softbox wirkt. Gestern hatte ich viel Erfolg bei den Laubfröschen, die sich heute aber leider nicht mehr so kooperativ zeigten. Bald kommt wieder ein neues Vogelfotografie-Projekt an der Wertach.

Feldvögel:

Dieses Projekt hatte ich ursprünglich für dieses Jahr vor, pausiere aber wegen den Flussregenpfeifern bis zum Ende der Brutsaison. Ich möchte Bilder von Feldvögeln unserer Region zeigen, von Arten die ausnahmslos sinkende Bestandszahlen aufweisen. Das hängt mit den intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen und der Agrarsteppe Deutschlands zusammen, die durch Pestizide die Nahrungsgrundlage für die Vögel vernichtet.

Die Wiesenschafstelze ist die einzige hier brütende Unterart der Familie der Schafstelzen. Auf dem Zug können noch andere Schafstelzen beobachtet werden, wie zum Beispiel die Thunbergschafstelze.

Der Neuntöter ist die hier häufigste Würgerart und wird auch Rotrückenwürger genannt. Er benötigt Hecken und Wiesen mit Beutetieren von Käfern bis hin zu Mäusen. Weil in den Monokulturen Feldgehölze nicht vorhanden sind, ist er recht selten anzutreffen, oft auf Geländen von Solarparks.

Der Bluthänfling, im Volksmund auch Hänfling genannt, braucht wie der Neuntöter Feldgehölze in denen er brütet. Selten werden zur Brut auch Nester im hohen Gras angelegt, die aber normalerweise durch zu frühe Mahden zerstört werden. Er gehört zur Familie der Finken, und ist deswegen besonders, weil er auch in lockeren Kolonien brütet und nicht wie die meisten anderen Singvögel ein festes Revier beansprucht.

Die Goldammer ist einer der wenigen Vögel die nicht so stark von den Monokulturen gefährdet sind, da sie unter  anderem auch Lichtungen und lichte Wälder als Brutplätze annehmen.

Sie gehören zur Familie der Ammern, sind keine Lang- sondern Kurzstreckenzieher, und im Winter in großen, teilweise mit Finken gemischten Trupps auf Feldern unterwegs.

Die Dorngrasmücke lebt auf brachliegenden Flächen und extensiv bewirtschaftteten Feldern mit Feldgehölzen. Sie kommt auch in Siedlungen vor und hat einen abwechslungsreichen Gesang mit vielen Nachahmungen, sodass er fast rohrsängerartig wirkt.

Was wären die Felder ohne Feldlerchen...

Diese Art ist besonders gefährdet, weil sie neben den normalen Gefahren durch Pestizideinsatz auch noch mit der Gefahr von Starkstromtrassen zukämpfen hat. Diese werden in ca. 200m Radius gemieden, und es werden keine Reviere besetzt.